Verbrennungen – Premiere am 4.3.2016 in den Landesbühnen Sachsen

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Foto: Hagen König

 

Verbrennungen
von Wajdi Mouawad
Aus dem Frankokanadischen von Uli Menke

Bei der Testamentseröffnung ihrer Mutter, Nawal Marwan, erfahren die Zwillinge Jeanne und Simon, dass ihr Vater noch lebt und sie noch einen Bruder haben. Beides stürzt sicher geglaubte Wahrheiten im Leben der jungen Erwachsenen. Zusammen mit Jeanne und Simon geht der Zuschauer auf Spurensuche im unbekannten Leben der verstorbenen Mutter. Wie in einem Krimi setzt sich langsam ein Bild zusammen, dass die Kinder in dem fernen Herkunftsland ihrer Mutter mit seiner fremden Kultur und Geschichte finden. Parallel dazu erzählen Rückblenden vom großen Aufbruch im Leben von Nawal. Mit 15 bekommt sie ein Kind, das ihr weggenommen wird. Sie wagt den Ausbruch, verläßt ihr Dorf, lernt Schreiben und versucht schließlich, mit einer eigenen Zeitung Aufklärung im beginnenden Bürgerkrieg zu betreiben. Doch der Krieg holt sie und ihre Freundin ein, schließlich greifen sie zu den Waffen. Nawal wird von den Milizen in einem Foltergefängnis gefangen gehalten. Erst am Ende des Krieges kommt sie frei und geht mit den Zwillingen außer Landes. Am Ende entdecken die Kinder eine Wahrheit, die ihnen ihre Mutter nicht erzählen konnte, vor der sie verstummt war.
„Verbrennungen“ erzählt eine große Liebesgeschichte und stellt die Frage, wie der Faden der Gewalt und der Rache endlich zerrissen werden kann.

Premiere am 4.3.2016, 20 Uhr, Landesbühnen Sachsen, Radebeul
weitere Termine im März und April: 10.3., 2.4. und 9.4.

Regie: Esther Undisz; Ausstattung: Irina Steiner; Dramaturgie: Uta Girod; Musik: Thabet Azzawi, Abed Sarraf
Es spielen: Cordula Hanns, Sophie Lüpfert, Julia Vincze, Michael Berndt-Cananá, Michael Heuser, Holger Thews; Thabet Azzawi (Oud), Abed Sarraf (Gitarre)

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