Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang v. Goethe

NEUE BÜHNE Senftenberg, Premiere am 16.09.2005 (im GlückAufFest WERTE.)

Regie Esther Undisz; Ausstattung Helga Leue; Musik Sebastian Undisz

Es spielen: Iphigenie – Juschka Spitzer; Thoas – Heinz Klevenow; Arkas – Roland Kurzweg; Orest – Oliver Seidel; Pylades – Till Demuth

Zum Vergrößern bzw. Verkleinern bitte auf die Bilder klicken.

Kritiken (Auszüge):

„Iphigenie, für den Krieg geopferte Tochter Agamemnons, in ihrem Glaskäfig nicht nur Gerettete, auch Gefangene von König Thoas, von ihm umworben, aber auch erpresst, begibt sich in einen schwierigen Dialog mit dem Herrscher. Dass die Inszenierung mit ihrer Schlichtheit auch eine gewisse Sprödigkeit hat, ohne gefühlsarm zu sein, ist gewiss Absicht; Juschka Spitzer ist eine eher rational empfindende Iphigenie, die wenigstens versucht, auf Augenhöhe mit ihrem Widerpart zu bleiben, ohne sich von Gefühlen wegschwemmen zu lassen. Das, und nicht nur die Taktik fordernden Umstände, zwingt auch den König (Heinz Klevenow ohne Herrscherpose) in eine Auseinandersetzung um die Lösung des Konflikts, den Ausweg aus der Spirale der Gewalt. Wie stehen sich die Gegenspieler am Ende gegenüber? Wie kommt das berühmte/gefürchtete „Leb wohl“? Das erzählt immer viel, fast alles, über eine Inszenierung der „Iphigenie“. Spitzer geht bestimmt, aber nachdenklich, nicht triumphierend – Klevenow noch auf Knien ruft/flüstert ihr sein „Leb wohl“ mit bittend/fordernd ausgestreckter Hand hinterher. Hört sie es noch? Das ist kein Happy End, vielleicht ein Waffenstillstand der Standpunkte, der Weltanschauungen, der Religionen – ein Anfang.“ (Theater der Zeit, November 2005)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *