Hannibal von Christian Dietrich Grabbe

Fassung Gisela Kahl und Esther Undisz
NEUE BÜHNE Senftenberg, Premiere im 6. GlückAufFest GRA(B)BE! am 3. Oktober 2009

Regie Esther Undisz, Ausstattung Silke Rudolph, Dramaturgie Gisela Kahl, Sounddesign Sigurd Noack

Es spielen: Sybille Böversen – Melkir, Zweiter Römischer Konsul, Bote, Bürger, Soldat, Zeitungsleser, Barkas, Chor; Maria Prüstel – Senator, Turnu, Bürger, Zeitungsleser, Zweiter Römischer Gesandter, Chor; Inga Wolff – Alitta, Scipio die Jüngere, Bürger, Soldat, Bote, Zeitungsleser, Erster Römischer Gesandter, Chor; Bernd Färber – Gisgon, Erster Römischer Konsul, Bote, Terenz, Bürger, Soldat, Zeitungsleser, Pförtner, Titus Flaminius, Chor; Roland Kurzweg – Senator, Hannibal, Bürger, Zeitungsleser, Chor; Benjamin Schaup – Brasidas, Kato Zensor, Bürger, Zeitungsleser, Knabe, Chor; Wolfgang Schmitz – Hanno, Scipio der Ältere, Despot, Soldat, Zeitungsleser, Prusias, König von Bithynien, Chor

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Seine Heimatstadt Karthago gegen die expandierende Großmacht Rom zu verteidigen, zog Hannibal als junger Mann in den Krieg. Doch während er in Italien kämpft und längst zum Mythos geworden ist, setzen oligarchische, profitorientierte Kräfte alles daran, Hannibal zu stürzen. Und so kehrt der Krieg nach Karthago zurück und bedroht die Zivilgesellschaft…

Kritiken /Auszüge:

Danach ging es zur Inszenierung von „Hannibal“ ins Seitenmagazin. Regisseurin Esther Undisz hat das ausufernde Personal auf sieben Darsteller reduziert, die sind mal Römer, mal Karthager, alle tragen entweder Stahlhelm und Uniform oder schwarze Business-Anzüge und sehen aus wie geschniegelte Politiker oder Banker. Die Punischen Kriege finden als aktuelle Nachrichten statt, man liest die Financial Times, der Krieg ist ein Geschäft, die vermeintlichen Helden werden von den Intriganten und Hintermännern der Macht wie Schachfiguren hin und her geschoben, verraten und verkauft. Grabbe ist ein erstaunlich moderner, kritischer Autor, die Inszenierung hat in ihrer Stilisierung, in der an Brecht erinnernden Verfremdung und der an Schleef erinnernden chorischen Sprache eine enorme aktuelle und aufrüttelnde Kraft.  Kulturradio rbb, 13.10.09

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