Effi Briest von Theodor Fontane (Uraufführung)

Fassung Gisela Kahl und Esther Undisz
NEUE BÜHNE Senftenberg, Premiere am 24. März 2006

Regie Esther Undisz, Ausstattung Ulrike Schlafmann
Effi – Juschka Spitzer, Frau von Briest – Sybille Böversen, Herr von Briest – Mirko Warnatz, Baron von Innstetten – Roland Kurzweg, Major von Crampas – Alexander Wulke, Roswitha – Inga Wolff, Alonzo Gieshübler – Wolfgang Schmitz, Wüllersdorf – Lutz Aikele

Pressestimmen (Auszüge):

Dramaturgin Gisela Kahl hat ihre geschickt komprimierte Version aus vielen verknappten, stets auf eine klare Aussage oder deutliche Erklärung zugespitzten Dialogszenen montiert. Für dieses Kammerspiel hat Bühnenbildnerin Ulrike Schlafmann Zeichen gefunden, die das Thema des Romans sehr schön (auch bei den Kostümen) im Kontrast von Hell und Dunkel, von Beweglichkeit und Steifheit verdeutlichen…
Juschka Spitzer wirft sich geradezu in die wechselnden Empfindungen und Haltungen ihrer Effi. Die Darstellerin kann wunderbar backfischhaft schwärmen, sie kann neugierig leidenschaftlich sein und vermag selbst die Ängstlichkeit vor den von ihrem Mann zu ihrer Domestizierung eingesetzten Spukgeschichten durchaus glaubhaft zu vermitteln… Regisseurin Esther Undisz vertraut der übertragbaren Aktualität dieser alten Geschichte zu Recht, sie versucht keine Aktualisierungen, sondern erzählt Fontane mit großer Sorgfalt und handwerklicher Genauigkeit in den Beziehungsszenen nach… Insgesamt ist dies ein solider Abend mit guten Schauspielern.

(Hartmut Krug, Lausitzer Rundschau, 28. März 2007)

Einnehmend, wie Juschka Spitzer anfangs in die Rolle schlüpft, wenn sie das Hemd mit dem Matrosenkragen über Bluse und Rock streift, ihr zu einem engen Knoten gestecktes Haar löst und zu schaukeln beginnt. Ein unbeschwertes Mädchen, das nicht weiß, was über sie kommen wird. In kurzen Szenen treibt Esther Undisz die Handlung rasant und genau voran. Überzeugend gibt Roland Kurzweg seinen Innstetten (er läßt auch die Zerrissenheit der Figur anklingen). Ergreifend ist es, wenn Inga Wolff als Roswitha des Dienstmädchens ganzes Lebensleid herausbrechen lässt.

(Martin Stefke, Märkische Allgemeine, 27. März 2007)

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